Guter-Samariter-Gesetz
First Aid & CPR Peru
Der barmherzige Samariter: Mitgefühl und Schutz
Die aus der Bibel (Lukas 10,25-37) stammende Parabel vom barmherzigen Samariter erzählt, wie ein halbtot zurückgelassener Reisender von einem Fremden gerettet wird, der ihn versorgt und für ihn sorgt. Über ihren religiösen Kontext hinaus trägt sie eine universelle Botschaft: die moralische Pflicht, anderen in Gefahr aus Mitgefühl und Selbstlosigkeit zu helfen.
Von diesem Grundsatz inspiriert, wurden weltweit zahlreiche Gesetze des barmherzigen Samariters erlassen, die jene vor rechtlicher Verfolgung schützen, die in einem Notfall in gutem Glauben Hilfe leisten. Der genaue Umfang dieses Schutzes ist jedoch von Rechtsordnung zu Rechtsordnung unterschiedlich: Nachfolgend finden Sie, was das für Ihre Region geltende Recht vorsieht.
Ihr Schutz nach dem Gesetz
Das peruanische Recht stellt die Hilfeleistung auf die Seite der Bürgerpflicht, nicht des rechtlichen Risikos. Artikel 127 des Strafgesetzbuchs bestraft, wer beim Antreffen einer verletzten oder in ernster und unmittelbarer Gefahr befindlichen Person die sofortige Hilfe unterlässt, die er ohne Gefahr für sich oder andere leisten könnte, oder es unterlässt, die Behörden zu verständigen. In Peru gibt es keinen gesonderten Schutz vor zivilrechtlicher Haftung für den Helfer, doch die Logik des Gesetzes ist eindeutig: Was es ahndet, ist die Gleichgültigkeit, niemals die helfende Hand.
Hilfeleistungspflicht
In Peru erwartet das Gesetz, dass Sie handeln: Einer Person in Gefahr beizustehen gehört zu Ihren Pflichten, und sich dem grundlos zu entziehen, kann mit Freiheitsstrafe von höchstens einem Jahr oder mit 30 bis 120 Tagessätzen geahndet werden. Weit davon entfernt, eine Drohung zu sein, erinnert diese Regel an eine Selbstverständlichkeit: Im Notfall hat Untätigkeit ihren Preis, und Vorbereitung nimmt ihn weg. Wer zu handeln weiß, entspricht ganz natürlich dem, was Gesetz und Menschlichkeit von ihm verlangen.
Warum Ausbildung unerlässlich ist
Angesichts eines Herz-Kreislauf-Stillstands sinken die Überlebenschancen mit jeder Minute ohne Wiederbelebung um etwa 10 %. In Peru, wo die Zeit bis zum Eintreffen der Hilfe zwischen Lima und den Anden- oder Amazonasregionen enorm schwankt, ist das erste Glied der Rettungskette fast immer ein gewöhnlicher Zeuge. Herz-Lungen-Wiederbelebung und Erste Hilfe zu lernen gibt Ihnen die Ruhe und Genauigkeit, um in diesen entscheidenden Minuten zu handeln. Eine heute erlernte Fertigkeit kann morgen der Grund sein, warum jemand nach Hause zurückkehrt.